Fahrradhelm

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Fahrradfahren ist nicht ganz ungefährlich. Man bedenke, dass man nur auf 2 Rädern unterwegs ist, und der Körper weitestgehend ungeschützt ist und im Falle eines Sturzes ganz schön zu Schaden kommen kann. Vor allem am Kopf können massive Verletzungen schwersten Grades davongetragen werden. Bereits lange Zeit bevor Fahrradhelme auf den Markt kamen, konnte man bei Rennfahrern das Tragen von Sturzkappen und Sturzringen beobachten zum besseren Schutz des Kopfes. Diese ähnelten bereits den Fahrradhelmen von heute. Jedoch nur äußerlich. Sie waren aus Leder gefertigt und verliefen von vorne nach hinten. Bis heute gibt es in Österreich keine gesetzlichen Bestimmungen dafür, dass das Tragen von einem Fahrradhelm für Erwachsene verpflichtend ist, jedoch wählen immer mehr Menschen die sichere Variante mit Helm – zum Schutze der eigenen Gesundheit.

Heute unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Fahrradhelmen und alle Helme, welche in der EU produziert werden, müssen sich diversen Tests unterziehen. Abschließend erhalten sie das EN 1078 Gütesiegel, an welchem Sie sich auch beim Kauf eines Helmes orientieren sollten. Es gibt also die

Weischalen-Helme

Sie bestehen nur aus einer Schicht Hartschaumstoff und entsprechen laut Experten nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards, daher sollten sie auch nicht mehr getragen werden. Der Grund liegt darin, dass sie im Falle eines Sturzes aufgrund der weichen Oberfläche nicht am Untergrund abprallen und ein Schleudertrauma herbeiführen können.

Hartschalen-Helme

Diese bestehen aus einer zusätzlichen Schicht hartem Kunststoff, welcher sich noch über der Schaumstoff-Schicht befindet. Sie verfügen daher über eine glatte Oberfläche, die im Falle eines Sturzes das Abgleiten vom Untergrund erleichtern soll.

Mikroschalen-Helme

Diese Helme sind die neueste Erfindung der Technik und bestehen nur aus einem dünnen Kunststoffüberzug. Der Mikroschalen-Helm, ein sehr moderner Helm, auf dem Stand der Sicherheitstechnik von heute bietet den Vorteil, dass er mittels Kinnriemen und flexiblen Elementen am Kopf fixiert werden kann und so besseren Schutz für den Fahrradfahrer bietet.

Ein Fahrradhelm allein ist kein kein Allheilmittel

Viele Radfahrer meinen, der Helm bietet Schutz für jegliches Hindernis und jeglichen Sturz, weshalb es häufig zu Fehleinschätzungen und Selbstüberschätzungen durch riskanteres Fahrverhalten kommt. Des Weiteren wird die Frage aufgeworfen, ob das Tragen eines Helmes bei schweren Unfällen das Risiko von Gehirnschädigungen durch hohe Rotationsbeschleunigungen des Kopfes erhöht. Dennoch ist ein Tragen des Helmes äußerste empfehlenswert ohne dabei auf die übrigen Sicherheitsvorkehrungen zu vergessen.

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